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Artikel zum Jugendraum in Erbach in der NNP am 15.09.2009
Veröffentlicht am: 16.09.2009
Ein Jugendraum für Erbach
Das Pfarrzentrum in Erbach könnte ab nächstes Jahr auch den Jugendraum
beherbergen.
Bad Camberg-Erbach. Der Jugendraum an der Grundschule war vor über acht
Jahren aus baulichen Gründen geschlossen worden. «Denn der damalige
Container war über 30 Jahre alt», wie Stadtjugendpfleger Elmar
Reifenberg erklärt. Die Vorsitzende der Jungen Union Bad Camberg, Eva
Seewald, setzt sich nun für einen neuen Raum für die Jugendlichen ein:
«Für Erbach könnte sich nun eine sehr gute Lösung des Problems ergeben.
Das Pfarrheim wurde und wird noch ausgebaut.»
Seit zwei Jahren Thema im Ortsbeirat
Diese und andere Überlegungen existieren jedoch schon seit zweieinhalb
Jahren beim Ortsbeirat. Verhandlungen laufen mit dem Verwaltungsrat der
Katholischen Kirche. «Der erste Bauabschnitt ist mit der Eröffnung der
Kinderkrippe abgeschlossen», sagte Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD).
Der zweite sei der Umbau des ehemaligen Pfarrzentrums – so ergebe sich
hier die Möglichkeit, einen Jugendraum einzurichten.
«Innerhalb eines Jahres sollte die Realisierung des neuen Jugendraums
in Erbach über die Bühne gebracht werden», meint Frank Bermbach, der
Vorsitzende des Verwaltungsrats der Katholischen Kirchengemeinde St.
Mauritius. Durch die Stadtjugendpflege und die Jugendarbeit des
Pastoralen Raums soll eine Betreuung für die Jugendlichen gewährleistet
s
ein.
Jugendräume der Stadt werden rege genutzt
Die Möglichkeit eines Jugendraumes für Erbach ist wichtig, meint auch
Stadtjugendpfleger Elmar Reifenberg: «Die Jugendlichen brauchen erst
einmal einen Platz, wo man sein kann und des Weiteren einen Platz, an
dem sie selbstorganisiert und ohne Eltern ihre Freizeit verbringen
können.» Denn die Selbstorganisation und Selbstverwaltung wird
großgeschrieben. Die Resonanz sei groß, der Wochenschnitt liege bei 180
bis 220 Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet, so Reifenberg. Bestimmt
seien diese Räume für 13- bis 20-Jährige.
Jugendräume sind Treffpunkte für Freunde, um Hobbys nachgehen zu
können. Eva Seewald sieht außerdem das Risiko wilder Feiern, welches
viele Bürger angesichts eines Jugendraumes sehen, geringer, da der Raum
in Erbach in einem Teil des Pfarrheims läge.
An den ersten Jugendraum überhaupt im Stadtgebiet Bad Camberg kann sich
Bürgermeister Erk noch gut erinnern: In den 70er-Jahren war der
damalige Student Vorsitzender der Jugendzentrumsinitiative und betreute
die Jugendlichen ehrenamtlich. 1977 wurden im Amthof, im ehemaligen
Trakt, der nun abgerissen ist, zwei Wohnungen zusammengefügt und der
erste Jugendraum in Bad Camberg entstand. Der alte Jugendraum in Erbach
hinter der Erlenbachhalle sei von den Jugendlichen abgefackelt worden,
sagte Wolfgang Erk. «Es wurde weiter nach einer neuen Möglichkeit
gesucht», welche
für die Jugendlichen jedoch wenig ansprechend gewesen
sei. Vor einigen Wochen hatte es Verhandlungen mit dem Verwaltungsrat
der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius gegeben. Das ist der
aktuelle Sachstand des Bürgermeisters. Mit dem Dorferneuerungsprogramm
sei zudem eine Bezuschussung im Finanzrahmen geplant.
«Wir, die Katholische Kirchengemeinde St. Mauritius, wollen in dem noch
umzugestaltenden Pfarrheim, im Erdgeschoss, in Erbach auch einen
Jugendraum zur Verfügung stellen, welcher auch im Rahmen der
Stadtjugendpflege für das Jugendangebot in Erbach zur Verfügung steht»,
so Frank Bermbach. Hierzu musste zunächst der Neubau der Kinderkrippe
fertiggestellt werden. Denn hier würden auch Räumlichkeiten für
Angebote geschaffen werden, die jetzt noch im Erdgeschoss des
Pfarrheims angesiedelt seien. «Idealerweise werden dann die Angebote
für die Jugendlichen in Erbach in Zusammenarbeit und in Absprache von
Kommune, Kirchengemeinde und pastoralem Raum geboten, um möglichst
umfassend miteinander arbeiten zu können», führte Bermbach an.
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